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Ankündigung: Sonderzug nach Stuttgart 14.11.2026

 

Der Löwenexpress rollt wieder!


Nach dem legendären Sonderzug zum Aufstieg in die Regionalliga 2006 und der Fahrt zum Pokalfinale im vergangenen Jahr nach Bornheim soll es diesmal nach Stuttgart gehen. Am Samstag, 14. November 2026, planen wir, mit dem Löwenexpress zum Auswärtsspiel des KSV Hessen Kassel bei den Stuttgarter Kickers zu fahren. Wer mit einer größeren Gruppe fahren möchte, kann sogar ein eigenes 6er-Abteil buchen.


Tickets zum Fahrpreis von 75 Euro gibt es ab sofort im Fanpoint Kassel, Grüner Weg 19, sowie am Block-30-Stand bei den Heimspielen, auf dem Stadionvorplatz zwischen Haupttribüne und Nordkurve. Wenn du ein 6er-Abteil buchen willst, dann schreibe eine Mail an sonderzug@block-30.de mit den sechs Namen und Ticketnummern. 


Das Stadionticket ist im Fahrpreis nicht enthalten. Wir arbeiten jedoch daran, dass Eintrittskarten für das Spiel ebenfalls im Vorverkauf im Fanpoint Kassel erhältlich sein werden. Für den Weg vom Bahnhof zum Stadion werden voraussichtlich Shuttlebusse eingesetzt.


Der Sonderzug wird ab einer Mindestzahl von 500 verkauften Tickets durchgeführt. Werden mehr als 500 Tickets verkauft, bemühen wir uns darum, zusätzliche Waggons zu buchen. Sollten nicht genügend Tickets verkauft werden, um die entstehenden Kosten zu decken, kann die Fahrt leider nicht stattfinden. In diesem Fall wird der vollständige Ticketpreis zurückerstattet.


Organisiert wird der Sonderzug vom Block 30 – von Fans für Fans. Mit der Fahrt wird kein Gewinn erzielt. Der Fahrpreis ist so kalkuliert, dass die entstehenden Kosten möglichst gedeckt werden und die Fahrt für viele KSV-Fans bezahlbar bleibt. Deshalb können leider keine weiteren Ermäßigungen angeboten werden.


Also: Ticket sichern, Leute zusammentrommeln und gemeinsam nach Stuttgart fahren.

Gemeinsam auf den Schienen. Gemeinsam für den KSV!


Infos auf einen Blick:


- 📅 **Datum:** Samstag, 14. November 2026  

- 💶 **Fahrpreis:** 75 Euro  

- 🎟️ **Tickets:** ab sofort im **Fanpoint Kassel, Grüner Weg 19**, sowie am **Block-30-Stand bei den Heimspielen** erhältlich  

- 🚪 **Besonderheit:** Ihr könnt zu sechst ein eigenes Abteil buchen, zur Reservierung: Mail mit Namen und Ticketnummern an: sonderzug@block-30.de








Der VAR raubt uns die Freude am Fußball

Mit Beginn der Bundesligasaison 2017/2018 wurde der Video Assistant Referee im deutschen Fußball mit dem Ziel eingeführt, klare und offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren und den Fußball gerechter zu machen. Selbst Fans, die der Neuerung anfangs noch offen und positiv gegenüberstanden, konstatieren nach mittlerweile 9 Jahren, dass der VAR den Charakter des Spiels grundlegend verändert hat.


Während der Fußball von Intensität und Rhythmus lebt, leidet der Spielfluss erheblich unter den sich in die Länge ziehenden Unterbrechungen. Wir müssen ebenfalls schmerzlich feststellen, dass er den emotionalsten Moment des Spiels zerstört hat. Statt spontaner Freude bei einem Tor herrscht Unsicherheit ob einer möglichen Überprüfung. Dabei bleiben Entscheidungen aufgrund unterschiedlicher Eingriffsschwellen, uneinheitlichen Auslegungen oder menschlichen Fehlern weiterhin umstritten. Die Hoffnung bei Einführung auf eine objektive Gerechtigkeit hat sich nicht erfüllt, vielmehr schafft der Videoassistent neue Ungerechtigkeiten.


Die These, es gäbe mit dem VAR weniger Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen, stellte sich als Trugschluss heraus. Es gibt jetzt noch mehr. Trotz einer Vielzahl an Reparatur- und Optimierungsversuchen wird der Videoassistent mittlerweile von einem Großteil der Fußballfans abgelehnt und trifft im Stadion auf immer mehr Wut und Unverständnis. Dass der Fußball nie fehlerfrei war und es auch nicht sein muss, ist eine Erkenntnis, die wir in den letzten Jahren gewonnen haben. Wir möchten die objektiv messbaren Erfolge des VAR dabei nicht in Abrede stellen. Wir möchten vielmehr darauf aufmerksam machen, dass der Preis für den objektiven Nutzen zu hoch ist. Einen Preis, den wir nicht länger bereit sind zu bezahlen.


In der nun startenden ersten Pokalrunde sehen wir den Fußball, wie er sein sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen. Zu diesem Zustand möchten wir dauerhaft zurückkehren und fordern deshalb die Abschaffung des Video Assistant Referee im deutschen Fußball.


Wir möchten die Freude am Fußball zurück:


Block 30 Hessen Kassel


Eure Spielchen mit Reformen - nicht mit uns

Jahrelang wurde von Transparenz, Dialog und einer gemeinsamen Reform der Regionalligen gesprochen. Vereine investierten Zeit, Energie und Vertrauen in einen eigens initiierten Prozess, der endlich zu einer fairen und tragfähigen Lösung führen sollte. In dieser Form in seiner Ausgestaltung und Professionalität beispiellos im europäischen Fußball.

 

Nun - kurz vor der finalen Abstimmung der Vereine - zeigt sich, was die Verlautbarungen der Regionalverbände tatsächlich wert sind. Sie gipfeln in einer Situation, die uns als Fans der betroffenen, aber auch der aktuell und perspektivisch nicht betroffenen Vereine noch wütender macht. Nicht nur kritischen Fans wird jetzt endgültig klar, dass die Verbände *nicht* im Sinne ihrer Mitgliedsvereine agieren, sondern ganz eigene Ziele verfolgen. Was FIFA und Co. auf der großen Bühne vormachen, spielen die Regionalverbände nach.

 

Der erste Kritikpunkt: Aus dem gemeinsam erarbeiteten Kompassmodell mit vier 20er-Staffeln sollen plötzlich 18er-Staffeln werden. Dabei waren die zusätzlichen Heimspiele einer der größten sportlichen und wirtschaftlichen Vorteile des Modells. Wer diesen zentralen Baustein wenige Tage vor der Abstimmung streicht, entwertet nicht nur monatelange Arbeit – sondern nimmt den Vereinen einen entscheidenden Mehrwert, den sie längst in ihre Überlegungen einbezogen hatten.

 

Der zweite Kritikpunkt: Eine bundesweite Mehrheit der Vereine - basierend auf monatelangem Austausch und Bewerten von Argumenten - soll nun nicht mehr ausreichen. Stattdessen soll jede der fünf Regionen eine eigene interne Mehrheit erreichen, um Zustimmung geben zu können. Aus einem demokratischen Mehrheitsprinzip einer bundesweiten Thematik wird damit faktisch ein Vetorecht einzelner Verbände. Wer Mehrheiten aushebelt, stärkt keine Demokratie – sondern zementiert bestehende, ungerechtfertigte und ebenso reformbedürftige Machtverhältnisse.

 

Noch schwerer wiegt jedoch die Art und Weise. Ausgerechnet in dem Moment, in dem sich Vereine bundesweit zusammengeschlossen, vernetzt und erstmals mit einer gemeinsamen Stimme für eine Reform eingesetzt haben, werden kurz vor der Abstimmung die Spielregeln verändert. Das wirkt nicht wie der Versuch, einen besseren Kompromiss zu finden. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass genau diese Geschlossenheit unterlaufen werden soll. Wer monatelang Beteiligung einfordert, um anschließend im entscheidenden Moment hinter den Kulissen die Grundlagen zu verändern, verspielt jedes Vertrauen in einen fairen Prozess.

 

Der Widerstand ist die logische Konsequenz. Nicht nur von den unmittelbar betroffenen Fans, sondern von allen, denen an einem glaubwürdigen und basisorientierten Fußball gelegen ist. Wer heute schweigt und diesen miesen Schachzug akzeptiert, der billigt gleichzeitig, dass Verbände ihre eigenen Machtinteressen über die Interessen der Vereine stellen. Diese Form der Verbandsarbeit hat den Fußball lange genug ausgebremst. Es ist Zeit, ihr entschlossen entgegenzutreten und deutlich zu machen: Reformen müssen von den Vereinen getragen werden – nicht gegen sie.

 

Wir rufen die Vereinsvertreter dazu auf, mit Geschlossenheit und breiter Brust aufzutreten und die anstehende Abstimmung unter diesen Umständen nicht durchzuführen.

 

Die Verbände dürfen sich sicher sein, dass es keinen Weg mehr an einer grundhaften Veränderung ihrer Ausrichtung und Politik vorbei gibt. Wir werden nicht locker lassen - ihr habt es nicht anders verdient.

 

Fanszenen Deutschlands im Juni 2026


Wir lassen uns nicht spalten - Innenminister: Feinde der Fankultur!

 Etwas mehr als einen Monat ist es noch hin, bis die nächste Innenministerkonferenz in Hamburg tagt - und wir müssen noch immer davon berichten, dass die nach der letzten IMK versprochene Transparenz Fehlanzeige bleibt.

Was genau auf der Agenda stehen wird, ist entsprechend nicht klar - die Erfahrungen der letzten IMK, die Drohungen der Politik gegenüber Vereinen und Verbänden, unterwürfige Verbände sowie die besorgniserregende Zunahme von Polizeigewalt und rechtswidrigen Maßnahmen gegen Fußballfans lassen uns allerdings wenig hoffnungsfroh sein. 

Während manche Innenminister und die Polizei daran zu arbeiten scheinen, Fanszenen zu spalten und eine Unterscheidung von „guten“ und „schlechten“ Fans zu konstruieren, möchten wir also diese heiße Phase der Saison nutzen, um erneut deutlich zu machen: Wir lassen uns nicht spalten! 

Seit dem letzten Jahr drücken gewisse Politiker den Vereinen und Verbänden die Pistole auf die Brust und drohen mit harten Mitteln, sollten sie ihren Forderungen nicht nachkommen. Dabei ist unter anderem die Rede von Lizenzentzügen, von Übertragung der Polizeikosten auf die Vereine sowie von personalisierten Tickets. Maßnahmen also, die die Vereine in die Knie zwingen und finanziell bedrohen können. Stellt euch vor, eurem Lieblingsverein wird die Lizenz für den Spielort des Stadions entzogen - oder zumindest für den Gästeblock! Wie sehr das Fehlen von Gästefans das Stadionerlebnis beeinträchtigen kann, ist bereits in vielen Ländern zu beobachten. Zustände, die wir uns nicht herbeiwünschen - gerade, wenn wir selbst als Auswärtsfahrer betroffen wären. 



An dieser Stelle müssen auch die Verbände explizit angesprochen werden: DFB und DFL sonnen sich in schönen Bildern und vollen Stadien, die die Fanszenen ihnen Jahr für Jahr von Bundesliga bis in die unteren Ligen servieren. Dass für die Fans, für das besondere Stadionerlebnis in Deutschland und gegen willkürliche Maßnahmen ihre starke Stimmen erhoben werden, ist von den Verbänden erwartungsgemäß nicht zu vernehmen. Stattdessen wird eifrig den populistischen Forderungen gefolgt und an einer völlig undurchsichtigen zentralen SV-Kommission gearbeitet.

Die DFL sowie der DFB scheinen sich von diesen Drohgebärden einschüchtern zu lassen und vor dem Populismus der Politik einzuknicken. Sie scheinen bereit, unnötig repressive Maßnahmen wie die Verschärfung der Stadionverbots-Richtlinien durchzuwinken, um „schlimmere Übel“ abzuwenden. Die Verschärfungen eben dieser Richtlinien gehen also auch klar auf das Konto der Verbände, die weder ihren Vereinen Rückhalt bieten noch den wirtschaftlichen Faktor von aktiver sowie lebendiger Fankultur berücksichtigen zu wollen. Und das alles wegen einer hochstilisierten Gefahrenlage in deutschen Fußballstadien.   



Es erschließt sich uns zudem auch sechs Monate nach der letzten IMK nicht, weshalb diejenigen Politiker, die sich mit der inneren Sicherheit Deutschlands beschäftigen sollen, überhaupt über den Fußball sprechen. Die herbeifantasierten Schreckgespenster gefährlicher Stadien wurden doch bereits im Vorfeld der letzten IMK entzaubert! Weshalb also wollen gewisse Innenminister das bunte und lebendige Stadionerlebnis durch repressive, rechtlich fragwürdige Maßnahmen aufs Spiel setzen?
Weshalb wollen sie das Risiko in Kauf nehmen, Vereine finanziell zu ruinieren und Fankultur zu beerdigen? 



Die realitätsfremden Wahrnehmungen von Politikern, die selten bis nie einen Fuß in unsere Stadien gesetzt haben, können nicht unwidersprochen bleiben. Wir Fans wissen, wie die Realität aussieht: der Fußball ist nach wie vor sicher und gleichzeitig braucht das Stadionerlebnis die lebendige Fankultur! 



Die Zahlen der tatsächlich gefährlichen Vorfälle in Stadien sind so verschwindend gering, dass sie dieses Maßnahmenpaket niemals rechtfertigen können.




Lasst uns ihnen gemeinsam zeigen, was wir davon halten - wir lassen uns nicht spalten! 


Fanszenen Deutschlands - Mai 2026


3 Monate nach der IMK ist 3 Monate vor der IMK – ein Halbzeitfazit

 In der Länderspielpause kamen am 28. März 2026, Vertreter von über 50 Fanszenen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin zusammen, um sich unter anderem über den Eskalationskurs der Innenministerkonferenz und der Sportministerkonferenz zu beraten. Auch Fanszenen, die aufgrund des Spielbetriebs unterhalb der dritten Liga nicht dabei waren, stehen inhaltlich hinter dieser Stellungnahme.

Transparenzoffensive zur Überarbeitung der SV-Richtlinien

 Vor rund zwei Wochen meldeten wir, die Fanszenen Deutschlands, uns bereits mit einer Stellungnahme bezüglich der in Hinterzimmern des DFB erarbeiteten neuen Stadionverbots-Richtlinie. Seitdem herrscht vor allem eins: Stille.

 

Zwar hat die DFL erstaunlich schnell – bereits am Freitag der Veröffentlichung unserer Stellungnahme – mit einem internen Schreiben an die Vereine reagiert. Die große Chance, nun endlich mit offenen Karten zu spielen, wurde jedoch abermals vertan.

 

Nun ist es für uns nichts Neues, dass wir Fans in Entscheidungen oder Prozesse der DFL nicht eingebunden werden. Dass allerdings selbst Vereine – teilweise gänzlich – außen vor gelassen werden, ist durchaus verwunderlich.

 

Das besagte Schreiben der DFL verbreitet dabei auch ganz bewusst Lügen. So ist beispielsweise die Rede davon, die Vereine „umfassend über mögliche Änderungen“ informiert zu haben. Tatsächlich sind allerdings kritische Vereinsvertreter mit irreführenden Falschaussagen aufs Glatteis geführt und kaltgestellt worden. Auch eine erwähnte Videokonferenz fand lediglich im Monologform statt, ohne die Chance auf Rückfragen.

 

Im Gegensatz zur DFL haben wir die vergangenen Tage genutzt und sind mit unseren Vereinen ins Gespräch gegangen. Die Erkenntnis daraus: Bis heute wissen die Vereine über die geplanten Veränderungen in der SV-Richtlinie nicht oder bestenfalls nur rudimentär Bescheid! Da passt es ins Bild, dass auch im Rahmen der Regionalkonferenzen in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2026 in Frankfurt Informationen zur Überarbeitung der Stadionverbots-Richtlinien Fehlanzeige blieben.

 

Nun ist es natürlich schwierig, über Sachen zu urteilen, deren Inhalt man nicht kennt. Die DFL spricht gerne von „Transparenz“ – doch versagt dann gleich im ersten Schritt, diese zu schaffen.

 

Als transparenzliebende Fans sehen wir uns somit in der Pflicht, nun unsererseits mit einer Transparenzoffensive Licht ins Dunkel zu bringen. Denn wir wissen ganz genau Bescheid, welche Maßnahmen geplant sind.

 

Daher möchten wir im Folgenden Paragraphen aus dem Entwurfspapier der DFL zitieren:

2 (3) beschreibt die Errichtung einer Stelle, welche dazu ermächtigt und verpflichtet wird, entsprechende Entscheidungen im Zusammenhang mit Stadionverboten zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Tätig werden soll diese sogenannte „Fachaufsicht“ selbstständig, auf Antrag einer lokalen SV-Kommission oder auf Antrag der Polizei oder anderer Strafverfolgungsbehörden.

Die zentrale Fachaufsicht ist gemäß des Abschnitts b) weisungsbefugt gegenüber den lokalen Stadionverbots-Kommissionen. Bei Nicht-Einhaltung einer Weisung kann die Fachaufsicht die entsprechenden Maßnahmen treffen.

 

Es lässt sich also festhalten: Sollte dieser Paragraph so umgesetzt werden, werden die lokalen Stadionverbots-Kommissionen de facto zum Papiertiger. Spätestens wenn der Polizei die Möglichkeit gegeben wird, per Antrag die Fachaufsicht einzuschalten, verlieren die lokalen Kommissionen ihre Bedeutung!

5 (vormals §4) (3) legt fest, dass ein Stadionverbot auszusprechen ist, wenn die Stadionverbotskommission (lokal oder zentral) Kenntnis von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Strafverfolgungsbehörden erlangt. Zwar ist die Rede von der „Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls“, grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass hiermit die Vergabe von Stadionverboten nach dem Gießkannen-Prinzip ermöglicht wird. Denn bei Nicht-Erteilung eines Stadionverbots, etwa weil die lokale Stadionverbots-Kommission den Fortgang des Ermittlungsverfahrens oder den Ausgang des etwaigen, folgenden Gerichtsverfahrens abwarten möchte, kann die Polizei die Fachaufsicht anrufen und diese zieht dann die Aussprache der Stadionverbote an sich. Dass Ermittlungsverfahren eingestellt werden oder in Freisprüchen enden können, interessiert Verbände, Politik und Polizei bei der „Präventivmaßnahme“ Stadionverbot nicht.

 

5 (vormals §4) (4) besagt zudem, dass Stadionverbote sogar ausgesprochen werden können, ohne dass ein Ermittlungs- oder sonstiges Verfahren eingeleitet wurde. Hierfür sollen künftig Ingewahrsamnahmen oder Aufenthaltsverbote ausreichen. Im Kontext der vergangenen Wochen, in denen vermehrt Fanszenen aus fadenscheinigen Gründen an ihrer Auswärtsreise gehindert wurden, würde dieser Paragraph das Tor für den Ausschluss großer Fangruppen öffnen. Und eins ist sicher: Sobald der Polizei dieser Hebel in die Hand gelegt wird, wird sie ihn auch nutzen!

Dies sind nur kurze Auszüge aus dem insgesamt 9 Seiten langen Dokument. Wir möchten diese aber mit unserer Stellungnahme öffentlich machen, um aufzuzeigen, was sich hinter verschlossenen Türen zusammenbraut. In Kraft treten sollen diese Maßnahmen bereits zum 1. Juli 2026, was einen ambitionierten Zeitplan bei zugleich herrschender Intransparenz bedeutet.

 

Da wir den Glauben an eine diskussionsorientierte Lösung bei DFL, DFB und Politik schon längst verloren haben, nehmen wir daher unsere Vereine in die Pflicht, sich diesen geplanten Maßnahmen entschieden und mit allen Mitteln entgegenzustellen!

 

Die Fanszenen Deutschlands im März 2026


Fans & Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!

Hallo Fußballfans,


die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben.

In einem wiederholt intransparenten Prozess arbeiten Juristen der Verbände und deren Sicherheitsfunktionäre unter punktueller Einbeziehung einzelner Vereine offenbar daran, umfassende Änderungen an den derzeit gültigen Richtlinien umzusetzen.

Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.

So waren etwa zwei Kernforderungen aus der IMK, „Soll-Bestimmungen“ in „Ist-Bestimmungen“ umzuwandeln und Stadionverbote für eine Mindestdauer festzusetzen, was vielerorts auf große Kritik gestoßen ist. Aufgrund des Schweigens der Verbände ist nicht auszuschließen, dass diese Damoklesschwerter weiterhin über deutschen Fans schweben. Das gerne als Präventionsmaßnahme verkaufte Konzept „Stadionverbot“ droht somit endgültig zum repressiven Mittel einer Parallelgerichtsbarkeit zu werden.

An dieser Stelle sehen wir unsere Vereine in der Pflicht, unsachgemäßen und praxisfernen Vorstößen entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört, eine ergebnisoffene Diskussion einzufordern, die nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet und Fanperspektiven einbezieht. Zum Jahresende 2025 haben wir jedenfalls gezeigt, was wir gemeinsam auch in solch aufgeladenen Themen erreichen können.

Die Verbände fordern wir dazu auf, ihre Entscheidungen nicht im Hinterzimmer zu treffen, sondern offen und transparent die Diskussion zu führen.

Fanszenen Deutschlands im Februar 2026 

Fans & Vereine: Gemeinsam weiter gegen Populismus!

Die letzten Wochen dominierte der Protest gegen die Maßnahmen, die bei der Innenministerkonferenz in Bremen zur Debatte standen, unsere Spieltage.

 

Immerhin konnten bereits vor Beginn der IMK erste kleine Erfolge verzeichnet werden. Absurde Maßnahmen wie personalisierte Tickets, Gesichtsscanner sowie KI-Methoden an Stadioneingängen waren bereits vor Konferenzbeginn vom Tisch.

Neben den Protesten der Fanszenen in den Stadien und auf den Straßen standen auch unsere Vereine in ungewohnter Geschlossenheit entschieden hinter uns und den Protesten. Wir erkennen das ausdrücklich positiv an!

 

Dennoch bleiben nach der IMK große Bedenken. Beschlossen wurde die Einrichtung einer zentralen Stadionverbotskommission. Hierbei tappen Fans und Vereine weiterhin im Dunkeln, was diese Kommission schlussendlich wirklich für Rechte und Pflichten hat, wie sie sich personell zusammensetzt und welche Konsequenzen sie für Fans und Vereine hat.

Für uns ist klar, dass dieses neu geschaffene Gremium lokale Vertrauens- und Arbeitsprozesse schwächt, einen Keil zwischen Fans und Vereine treibt und weiterhin mit Entschiedenheit abzulehnen ist.

Wir appellieren an unsere Vereine, gegenüber Verbänden und Politik stark zu bleiben und sich weiterhin konsequent gegen die geplante zentrale SV-Kommission auszusprechen.

Auch das Thema Pyrotechnik spielt weiterhin eine große Rolle und ist den Law-and-Order-Politikern ein Dorn im Auge.

Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam als Fans und Vereine einen langen Atem brauchen, um der Politik auch bei diesem Thema konsequent die Stirn zu bieten und lösungsorientiert an der Thematik zu arbeiten, anstatt populistischen Worthülsen auf den Leim zu gehen.

 

Die nächste Innenministerkonferenz kommt und unser Kampf für freie und selbstbestimmte Kurven ist noch lange nicht vorbei.

Lasst uns wie in den vergangenen Wochen diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen. Für unsere Kurven. Für unsere Vereine. Für die einzigartige Fankultur in Deutschland.

 

Die Fanszenen Deutschlands im Dezember 2025


KSV-Fans sammeln 2.600 Euro für soziales Projekt in Kassel

Rund um das Nikolauswochenende beim Heimspiel des KSV Hessen Kassel gegen den SV Sandhausen hat das Fankollektiv Block 30 eine karitative Aktion organisiert. Durch einen Flohmarkt, Spenden und den Verkauf von Glühwein konnten insgesamt 2.600 Euro gesammelt werden.

Die gesamten Einnahmen kommen „Jumpers e. V. – Jugend mit Perspektive“ zugute. Jumpers ist ein sozial engagierter Verein, der in Kassel und bundesweit Kindern, Jugendlichen und Familien in herausfordernden Lebenssituationen unterstützende Angebote macht. Dazu gehören offene Treffpunkte, Lern- und Hausaufgabenhilfe, Sport- und Kreativangebote sowie Projekte zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Ziel von Jumpers ist es, jungen Menschen verlässliche Begleitung, Förderung und positive Perspektiven zu ermöglichen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund.

Als Fankollektiv Block 30 freuen wir uns über die starke Beteiligung und die gelebte Solidarität im Umfeld des KSV Hessen Kassel. Wir möchten alle Fans ermutigen, weiterhin Projekte in Kassel zu unterstützen, die Kindern und Jugendlichen Halt, Aufmerksamkeit und Chancen geben. Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die durch den Kauf von Artikeln, Glühwein oder direkte Spenden zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.






Unsere klare Forderung - Zeit zu handeln!

 Unsere klare Forderung – Zeit zu handeln!


Am vergangenen Wochenende haben wir, die Fanszenen Deutschlands, in bislang

unerreichter Geschlossenheit erneut unsere deutliche Ablehnung der geplanten Beschlüsse der Innenminister gezeigt.


Personalisierte Tickets, KI-Gesichtserkennung um die Personalisierungen der Tickets

durchzusetzen, sowie jede Verschärfung der Stadionverbotsvergabe, von der Anpassung der Richtlinien bis hin zu zentralen Stadionverbotskommission mit Veto-Recht, lehnen wir entschieden ab.


Wir fordern weiterhin ein Ende des Populismus und ein klares Bekenntnis zur Einzigartigkeit der deutschen Fankultur. Die Zahlen sprechen eindeutig für sich – es gibt keinerlei haltbaren Anlass für die vorgesehenen Verschärfungen. Dass unzählige Vereinsvertreter unsere Kritik inzwischen öffentlich teilen, bestätigt unsere Haltung zusätzlich: Die Stadien sind sicher!


Die Innenminister verharren allen Argumenten zum Trotz stur auf ihrem populistischen Irrweg und scheinen sich mittlerweile gegenseitig zu überbieten, wer mit den absurdesten Forderungen um die Ecke kommt.


Am kommenden Ligawochenende sowie in den anstehenden Pokal-Achtelfinals

werden wir Fußballfans aus den Kurven Deutschlands erneut 12 Minuten schweigen

und unseren Unmut deutlich in die Stadien tragen.


Die Stille der Kurven ist unsere unüberhörbare klare Forderung an die Politik, noch vor der anstehenden Innenministerkonferenz die dringend notwendige Kehrtwende einzulegen.


An die Vertreter der Vereine und Verbände appellieren wir: Zeigt deutlicher denn je Haltung und schützt gemeinsam mit uns das Alleinstellungsmerkmal des Fußballs in diesem Land – noch ist es nicht zu spät! Ohne euch wird ein Großteil der absurden politischen Forderungen nicht umsetzbar sein!


Alle Fußballfans möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die laufende Petition unter www.derfussballistsicher.de/petition aufmerksam machen.


Die Fanszenen Deutschlands im November 2025





12 Minuten schweigen - Für den Erhalt der Fankultur

Letztes Wochenende noch mit wehenden Fahnen und Gesängen in der Leipziger Innenstadt, heute ohne Material und ohne Support in den Kurven. Wir werden die ersten 12 Spielminuten schweigend verbringen!


Größer kann der Kontrast zwischen gelebter Fankultur und schweigenden Zuschauerrängen nicht sein. Noch ist es ein dystopisches Szenario, setzt die Innenministerkonferenz ihre Pläne am 3. bis 5.12. in Bremen um, wäre eben dieses Szenario vielleicht schon am ersten Dezemberwochenende die neue Wirklichkeit.


Wir fordern die Vereine auf, sich diesen Plänen mit allen zur Verfügung stehenden Ressourcen und Möglichkeiten zur Wehr zu setzen! Die Äußerungen der IMK und die geplanten Änderungen zerstören nicht nur freie Fankultur, sondern greifen auch massiv und unbegründet in die Vereinsstrukturen ein. Die jahrelange gute Arbeit der Vereine und ihrer Partner wird ohne tatsächlichen Anlass mit Füßen getreten, das Erlebnis Stadionbesuch durch Unwahrheiten und egoistische Politiker massiv in seinem Ruf geschädigt.


Vereine: Es geht nur gemeinsam! Wir Fans haben letztes Wochenende über Rivalitäten, Farben und Ansichten hinweg eine starke Einheit gebildet und unsere Haltung zum Ausdruck gebracht. Nun seid ihr an der Reihe!


Die Fanszenen Deutschlands


Forderungen der Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“

 Forderungen der Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“

 

an die RLSW Regionalliga Südwest GmbH, 

sowie die beteiligten Landesverbände 

·       Fußballverband Rheinland, 

·       Saarländischer Fußballverband, 

·       Südwestdeutscher Fußballverband, 

·       Badischer Fußballverband, 

·       Südbadischer Fußballverband,

·       Hessischer Fußballverband, 

·       Württembergischer Fußball-Verband

sowie den Deutschen Fußball-Bund und die DFL Deutsche Fußball Liga.


Wir fordern eine konsequente Abschaffung der verbandsrechtlichen Bestrafung des Einsatzes von nicht missbräuchlich (im Sinne vom gezielten Einsatz gegen Personen oder Wurf auf das Spielfeld) verwendeter Pyrotechnik und deren sofortige Aussetzung. 


Wir kritisieren im Detail, dass ... 

- ...die Bestrafungen zusehends wirtschaftliche Probleme für die betroffenen Vereine mit sich bringen und die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern 

- ...die Vereinsverantwortlichen mittels Lizenzvereinbarungen zur Annahme der sportgerichtlichen Sanktionspraxis gezwungen werden und dadurch aufgrund aufkommender Interessenkonflikte ein Keil durch die Vereine getrieben wird 

- ...sich durch die Entwicklung der Strafen/Strafzahlungen die Wahrnehmung und Bewertung von Pyrotechnik insofern verändert hat, dass der positive Einfluss auf die Atmosphäre in den Stadien oder der nicht vorhandene Einfluss auf das Spielgeschehen keine Beachtung findet 

- ...die RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie die Landesverbände und der Deutsche Fußball-Bund in ihrer Praxis ein zunehmendes Sicherheitsempfinden beim Einsatz von Pyrotechnik und ausbleibende Verletztenzahlen ignorieren

- ...die Erkenntnisse, wonach die in den letzten Jahren stetig zugenommene Bestrafung von Pyrotechnik nicht zu einer Verringerung des Einsatzes geführt hat, keinerlei Berücksichtigung bei der RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie den Landesverbänden und dem Deutschen Fußball-Bund gefunden hat 

- ...eine Umlage der Strafen auf vermeintliche Verursacher zu Ermäßigungszwecken auf Grund einer damit einhergehenden Doppel- bzw. Dreifach-Bestrafung nicht vertretbar ist 

 

Als Einheit aus Fanszenen sind wir entschlossen, im engen Austausch mit unseren Vereinen, für die Rechte und faire Behandlung von Fankultur und Souveränität der Vereine einzustehen und einen neuen Weg konsequent zu verfolgen. Die Strafenpolitik der RLSW Regionalliga Südwest GmbH, sowie den Landesverbänden und des Deutschen Fußball-Bunds muss eine grundlegende Veränderung erfahren und die Interessen der Basis unseres Sports in angemessenem Umfang berücksichtigt werden.

Ganz Südwest fordert: Schluss mit euren Bestrafungen! Verbandsstrafen abschaffen!


Blaue Bomber 1995 

Block 30 Hessen Kassel / KSV Hessen Kassel e.V.

Cannstatter Kurve 

Corrillo Ultras & Synthesia Ultras 79

Crew Eleven Aalen / VfR Aalen 1921 e.V.

D-Block Donaustadion e.V. / SSV Ulm 1846 Fußball

Fanatico Boys Ultras Heidenheim 2008 & Unitas Aquileiae 

Insane Ultra / SV Eintracht Trier

Nordkurve Koblenz / TuS Koblenz 1911 e.V.

Pfalz Inferno & Frenetic Youth & Generation Luzifer Kaiserslautern 

Pugnatores Ultras

Südtribüne Darmstadt

Szene 1916 Sandhausen

SZENE E Reutlingen / SSV Reutlingen 05

Szene Offenbach

ULTRA1894 & Supporters Karlsruhe 1986 e.V.

Ultraszene Mainz 2001

Virage Est Saarbrücken / 1. FC Saarbrücken e. V.