Fans & Vereine: Gemeinsam gegen die neuen SV-Richtlinien!

Hallo Fußballfans,


die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass die Verbände derzeit heimlich, still und leise eine deutliche Verschärfung der Stadionverbotsrichtlinien anstreben.

In einem wiederholt intransparenten Prozess arbeiten Juristen der Verbände und deren Sicherheitsfunktionäre unter punktueller Einbeziehung einzelner Vereine offenbar daran, umfassende Änderungen an den derzeit gültigen Richtlinien umzusetzen.

Es ist zu befürchten, dass dort all jene Themen zur Debatte stehen, die schon im Rahmen der Innenministerkonferenz an die Öffentlichkeit gedrungen sind: Eine zentrale Stadionverbotskommission mit Weisungsrecht gegenüber den Vereinen und andere weitreichende Verschärfungen gegenüber dem Status Quo.

So waren etwa zwei Kernforderungen aus der IMK, „Soll-Bestimmungen“ in „Ist-Bestimmungen“ umzuwandeln und Stadionverbote für eine Mindestdauer festzusetzen, was vielerorts auf große Kritik gestoßen ist. Aufgrund des Schweigens der Verbände ist nicht auszuschließen, dass diese Damoklesschwerter weiterhin über deutschen Fans schweben. Das gerne als Präventionsmaßnahme verkaufte Konzept „Stadionverbot“ droht somit endgültig zum repressiven Mittel einer Parallelgerichtsbarkeit zu werden.

An dieser Stelle sehen wir unsere Vereine in der Pflicht, unsachgemäßen und praxisfernen Vorstößen entschieden entgegenzutreten. Dazu gehört, eine ergebnisoffene Diskussion einzufordern, die nicht abseits der Öffentlichkeit stattfindet und Fanperspektiven einbezieht. Zum Jahresende 2025 haben wir jedenfalls gezeigt, was wir gemeinsam auch in solch aufgeladenen Themen erreichen können.

Die Verbände fordern wir dazu auf, ihre Entscheidungen nicht im Hinterzimmer zu treffen, sondern offen und transparent die Diskussion zu führen.

Fanszenen Deutschlands im Februar 2026 

KSV Hessen - SV Sandhausen 2:3

                                                    

Fans & Vereine: Gemeinsam weiter gegen Populismus!

Die letzten Wochen dominierte der Protest gegen die Maßnahmen, die bei der Innenministerkonferenz in Bremen zur Debatte standen, unsere Spieltage.

 

Immerhin konnten bereits vor Beginn der IMK erste kleine Erfolge verzeichnet werden. Absurde Maßnahmen wie personalisierte Tickets, Gesichtsscanner sowie KI-Methoden an Stadioneingängen waren bereits vor Konferenzbeginn vom Tisch.

Neben den Protesten der Fanszenen in den Stadien und auf den Straßen standen auch unsere Vereine in ungewohnter Geschlossenheit entschieden hinter uns und den Protesten. Wir erkennen das ausdrücklich positiv an!

 

Dennoch bleiben nach der IMK große Bedenken. Beschlossen wurde die Einrichtung einer zentralen Stadionverbotskommission. Hierbei tappen Fans und Vereine weiterhin im Dunkeln, was diese Kommission schlussendlich wirklich für Rechte und Pflichten hat, wie sie sich personell zusammensetzt und welche Konsequenzen sie für Fans und Vereine hat.

Für uns ist klar, dass dieses neu geschaffene Gremium lokale Vertrauens- und Arbeitsprozesse schwächt, einen Keil zwischen Fans und Vereine treibt und weiterhin mit Entschiedenheit abzulehnen ist.

Wir appellieren an unsere Vereine, gegenüber Verbänden und Politik stark zu bleiben und sich weiterhin konsequent gegen die geplante zentrale SV-Kommission auszusprechen.

Auch das Thema Pyrotechnik spielt weiterhin eine große Rolle und ist den Law-and-Order-Politikern ein Dorn im Auge.

Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam als Fans und Vereine einen langen Atem brauchen, um der Politik auch bei diesem Thema konsequent die Stirn zu bieten und lösungsorientiert an der Thematik zu arbeiten, anstatt populistischen Worthülsen auf den Leim zu gehen.

 

Die nächste Innenministerkonferenz kommt und unser Kampf für freie und selbstbestimmte Kurven ist noch lange nicht vorbei.

Lasst uns wie in den vergangenen Wochen diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen. Für unsere Kurven. Für unsere Vereine. Für die einzigartige Fankultur in Deutschland.

 

Die Fanszenen Deutschlands im Dezember 2025


KSV-Fans sammeln 2.600 Euro für soziales Projekt in Kassel

Rund um das Nikolauswochenende beim Heimspiel des KSV Hessen Kassel gegen den SV Sandhausen hat das Fankollektiv Block 30 eine karitative Aktion organisiert. Durch einen Flohmarkt, Spenden und den Verkauf von Glühwein konnten insgesamt 2.600 Euro gesammelt werden.

Die gesamten Einnahmen kommen „Jumpers e. V. – Jugend mit Perspektive“ zugute. Jumpers ist ein sozial engagierter Verein, der in Kassel und bundesweit Kindern, Jugendlichen und Familien in herausfordernden Lebenssituationen unterstützende Angebote macht. Dazu gehören offene Treffpunkte, Lern- und Hausaufgabenhilfe, Sport- und Kreativangebote sowie Projekte zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Ziel von Jumpers ist es, jungen Menschen verlässliche Begleitung, Förderung und positive Perspektiven zu ermöglichen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund.

Als Fankollektiv Block 30 freuen wir uns über die starke Beteiligung und die gelebte Solidarität im Umfeld des KSV Hessen Kassel. Wir möchten alle Fans ermutigen, weiterhin Projekte in Kassel zu unterstützen, die Kindern und Jugendlichen Halt, Aufmerksamkeit und Chancen geben. Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die durch den Kauf von Artikeln, Glühwein oder direkte Spenden zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.






eKStrablatt #112

 Online Ausgabe eKStrablatt #112 KSV Hessen - SV Sandhausen


eKStrablatt #112

Unsere klare Forderung - Zeit zu handeln!

 Unsere klare Forderung – Zeit zu handeln!


Am vergangenen Wochenende haben wir, die Fanszenen Deutschlands, in bislang

unerreichter Geschlossenheit erneut unsere deutliche Ablehnung der geplanten Beschlüsse der Innenminister gezeigt.


Personalisierte Tickets, KI-Gesichtserkennung um die Personalisierungen der Tickets

durchzusetzen, sowie jede Verschärfung der Stadionverbotsvergabe, von der Anpassung der Richtlinien bis hin zu zentralen Stadionverbotskommission mit Veto-Recht, lehnen wir entschieden ab.


Wir fordern weiterhin ein Ende des Populismus und ein klares Bekenntnis zur Einzigartigkeit der deutschen Fankultur. Die Zahlen sprechen eindeutig für sich – es gibt keinerlei haltbaren Anlass für die vorgesehenen Verschärfungen. Dass unzählige Vereinsvertreter unsere Kritik inzwischen öffentlich teilen, bestätigt unsere Haltung zusätzlich: Die Stadien sind sicher!


Die Innenminister verharren allen Argumenten zum Trotz stur auf ihrem populistischen Irrweg und scheinen sich mittlerweile gegenseitig zu überbieten, wer mit den absurdesten Forderungen um die Ecke kommt.


Am kommenden Ligawochenende sowie in den anstehenden Pokal-Achtelfinals

werden wir Fußballfans aus den Kurven Deutschlands erneut 12 Minuten schweigen

und unseren Unmut deutlich in die Stadien tragen.


Die Stille der Kurven ist unsere unüberhörbare klare Forderung an die Politik, noch vor der anstehenden Innenministerkonferenz die dringend notwendige Kehrtwende einzulegen.


An die Vertreter der Vereine und Verbände appellieren wir: Zeigt deutlicher denn je Haltung und schützt gemeinsam mit uns das Alleinstellungsmerkmal des Fußballs in diesem Land – noch ist es nicht zu spät! Ohne euch wird ein Großteil der absurden politischen Forderungen nicht umsetzbar sein!


Alle Fußballfans möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die laufende Petition unter www.derfussballistsicher.de/petition aufmerksam machen.


Die Fanszenen Deutschlands im November 2025